Geschwister-Scholl-Ober­schule Bad Laer koope­riert mit den Evan­ge­li­schen Fach­schulen Osnabrück

Foto: Maß­Arbeit / Uwe Lewandowski

Osnabrück/Bad Laer. Erzie­he­rinnen und Erzieher sind gefragte Fach­kräfte. Die Corona-Pan­demie hat ein­dringlich gezeigt, wie wichtig dieser Beruf für das Funk­tio­nieren der Gesell­schaft ist. Grund genug für die Geschwister-Scholl-Ober­schule Bad Laer mit den Evan­ge­li­schen Fach­schulen Osna­brück (EFS) zu koope­rieren: „Damit bieten wir unseren Schü­le­rinnen und Schülern nicht nur Ein­blicke in ein aus­ge­sprochen span­nendes Berufsfeld, sondern stärken gleich­zeitig in den ver­schie­denen Pro­jekten ihre sozialen Kom­pe­tenzen“, so Schul­lei­terin Ste­phanie Baalmann. Begleitet wird die Koope­ration von der Ser­vice­stelle Schule-Wirt­schaft der MaßArbeit.

Das Besondere an der Zusam­men­arbeit: Die Berufs­ori­en­tierung hat hier Workshop-Cha­rakter. „Wir bieten zunächst einen Cybermobbing-Kurs und einen Baby­sitter-Kurs an der Geschwister-Scholl-Ober­schule in Bad Laer an“, schildert Frau Kläfker, Schul­lei­terin der EFS. Die Angebote deu­teten schon auf die Vielfalt des Berufs­bildes hin: Die Breit­band­aus­bildung zur Erzieherin/ zum Erzieher eröffne Arbeits­felder von der Krippe über die Kita, den Hort und die Grund­schule sowie Jugend­hilfe bis zur Jugend­arbeit. Dieses große Spektrum ermög­liche ein abwechs­lungs­reiches Berufs­leben mit vielen Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­keiten und Auf­stiegs­chancen. Für die Evan­ge­li­schen Fach­schulen ist es die dritte Koope­ration mit Schulen im Land­kreis Osna­brück und auch die OBS Bad Laer arbeitet bereits mit fünf  regio­nalen Unter­nehmen zusammen. „Diese pra­xis­ori­en­tierten Part­ner­schaften sind unglaublich wertvoll für die Jugend­lichen in der Berufs­wahl­phase und stärken die Nach­wuchs­ge­winnung in der Region nach­haltig“, betonte Susanne Stei­ninger, Bereichs­lei­terin der MaßArbeit.

Davon ist auch Annika Schütte von der Ser­vice­stelle Schule-Wirt­schaft über­zeugt. „Ins­be­sondere die Formate Baby­sit­terkurs und Cybermob­bingkurs haben sich an anderen Schulen bereits bewährt und stoßen auf reges Interesse“, skiz­zierte sie. Doch auch die wei­teren Akti­vi­täten und Angebote böten einen guten Ein­blick in die Aus­bil­dungs­in­halte der EFS, sagte Mareike Him­mel­reich, Berufs­ori­en­tie­rungs­be­auf­trage an der Geschwister-Scholl-Ober­schule und Fach­be­ra­terin Berufs­ori­en­tierung des Regio­nalen Lan­desamt für Schule und Bildung. „Ich freue mich besonders auf einen inten­siven Aus­tausch zwi­schen den betei­ligten Schü­le­rinnen und Schülern beider Schulen.“

Neben den Work­shops nimmt die EFS etwa auch an der „Berufs­welt­erkundung an Sta­tionen“ teil. Dabei handelt es sich um eine eigene Berufs­ori­en­tie­rungs­ver­an­staltung der OBS Bad Laer, die jährlich statt­findet. Ver­schiedene Unter­nehmen aus der Region prä­sen­tieren sich mit ihren Aus­bil­dungs­be­rufen in der Schule und bringen typische Arbeits­auf­träge mit, die von den Jugend­lichen erprobt werden können. Außerdem stehen die Ansprech­part­ne­rinnen der EFS Rede und Antwort im Unter­richt. Hier stellen sie den Aus­bil­dungsweg vor und berichten von ihren Erfah­rungen. Darüber hinaus gibt es Tipps und Tricks für eine Bewerbung und das richtige Ver­halten im Vorstellungsgespräch.

Die Koope­ration der Schulen ist im Rahmen des euro­päi­schen Sozi­al­fonds (ESF) geför­derten Pro­jektes „Wir machen mehr AUS-BILDUNG — Fach­kräfte für die Kitas“ ent­standen. „Unser Ziel ist es, Fach­kräfte für den Beruf Erzieherin/Erzieher zu finden und diese nach­haltig in den Ein­rich­tungen und Kitas der Region zu halten“, erläu­terte Silvia Retta-Juchem, Päd­agogin an der EFS und Pro­jekt­be­tei­ligte. Es sei ein beson­deres Anliegen, unent­schlossene Jugend­liche, aber auch Quer­ein­steiger für den Beruf zu gewinnen.